Spanien siegt & schreibt Geschichte!

Spanien siegt in einer würdigen Europameisterschafts-Finalpartie gegen Italien mit 4:0 und verteidigt als erste Mannschaft überhaupt den Titel des Europameisters. Italien hat aufopferungsvoll gefighted, aber gegen Spanier, wie sie sich heute wieder präsentiert haben, ist kaum zu bestehen. Ein verdienter Sieg der Iberer, wenn auch in der Höhe um mindestens einen Treffer zu deutlich. 

Italien beginnt couragiert und bringt die Spanier in den ersten Minuten ein ums andere Mal in Bedrängnis, kann aber keinen Profit daraus schlagen. Spanien übernimmt aber mit zunehmender Spieldauer das Zepter und ist alsbald das spielbestimmende Team. Belohnt wird dies mit der frühen Führung um 1:0. Ein toller Spielzug von Iniesta der Fabregas auf rechts anspielt, der flankt den Ball in den Sechszehner, der dann von Silva eiskalt mit einem starken Kopfstoß aus rund sieben Metern an dem chancenlosen italienischen Keeper Buffon im Kasten untergebracht. Eine insgesamt schmeichelhafte Führung für die Iberer.

Die Squadra Azzurra steckt aber keineswegs auf, erarbeitet sich aussichtsreiche Gelegenheiten und stemmt sich tapfer kämpfend gegen die immer dominanter werdenden Spanier, die trotz dem aufopfernden italienischen Kampf in der 34. Minute, nach einem erneut phantastischen Spielzug, die 2:0-Führung markieren können. Linksverteidiger Jordi Alba schaltet sich mit in die Offensive ein, wird von dem einmal mehr überragenden Xavi in Szene gesetzt und wird sogleich mit seinem ersten Turniertreffer belohnt.
Bis zur Pause geschieht nicht mehr viel. Eine unterhaltsame erste Halbzeit, in der Spanien alles in Allem verdient vorne liegt, wenn auch mit einem Treffer zu hoch.

Spaniens Stolz - la furia Roja - die furiosen Roten

Nach dem Seitenwechsel ist Italien bemüht den schnellen Anschluss herzustellen, scheitert aber immer wieder, wie bereits in der ersten Hälfte, an dem heute erneut glänzend aufgelegten Iker Cassilas im Tor der Spanier. Es soll heute einfach nicht sein für die Squadra Azzurra. Auch die Wechsel von Prandelli erweisen sich im Endeffekt als äußerst unglücklich. Balzaretti muss nach gerade einmal 21 gespielten Minuten für den verletzten Chielleni aufs Feld, zur Halbzeit kommt di Natale für Cassano und in der 57. Minute verlässt der halbdeutsche Montovilio erschöpft den Platz und wird von Thiago Motta ersetzt, der sich nur einige Minuten im Spiel verletzt und nicht mehr weiter machen kann. Zu diesem Zeitpunkt sind gerade einmal 62. Minuten gespielt. Den drei vorherigen Wechseln geschuldet, muss Italien nun versuchen den 0:2-Rückstand zu zehnt aufzuholen. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen gegen die heute wieder starken und abgezockten amtierenden Europa- und Weltmeister. Die Squadra Azzurra steckt aber auch diesen Tiefeschlag ein ohne zu Boden zu gehen. Mit zunehemender Spieldauer macht sich dann aber doch die Unterzahl der Italiener, einhergehend mit deren zunehmender Müdigkeit bemerkbar. Die Jungs von Cesare Prandelli fighten leidenschaftlich, beinahe bis zum Umfallen. Helfen tut dies heute allerdings nicht. Ein eigener Treffer will nicht erzielt werden, und als der Akku dann so gut wie vollkommen leer ist, weiß dies die Elf des Titelverteidigers zu nutzen und legt noch zwei Treffer zum 4:0-Endstand nach. Einmal mehr ist es Xavi, der einen ganz feinen Pass in die Spitze auf F. Torres spielt, der sich sich keiner Gegenwehr entgegen sieht, alleine auf weiter Flur vor Buffon auftaucht und dann keinerlei Probleme hat zur 3:0-Vorentscheidung einzunetzten (84.).
Die Italiener sind nun stehend K.o. und nehmen die Beine hoch, doch Spanien hat gefallen am Tore schießen gefunden und stürmt nun munter nach vorne und erzielt schließlich noch das 4:0 (88.). Torres bekommt den Ball auf links, zieht auf Höhe der Grundlinie in den Sechszehner von dem in der Folge herausstürmenden Buffon ein, legt den Ball an dem Keeper vorbei an die Grenze des Fünfmeterraums, wo der eingewechselte Mata den höchsten Finalsieg bei einer EM perfekt macht. Das freie Tor ist nicht zu verfehlen – Ein weiterer Rekord für die Iberer und ein ganz wichtiger Assist für F. Torres, der sich letztlich dadurch die Torjägerkanone vor Mario Gomez sichern kann. Hier gibt es mehr in Sachen Torjäger…

Das war es. Spanien wird erneut Europameister und schreibt als erstes Team dem dieses Kunststück der Titelverteidigung gelingt Fußballgeschichte. Auch hat es noch nie ein Team geschafft in Folge EM, WM und erneut eine EM zu gewinnen. Glückwunsch an Spanien, das zu Recht jubelt, aber auch großen Respekt an Italien, die einen tollen fight geliefert haben und zu Unrecht als das Team in die Geschichtsbücher einziehen wird, welches am höchsten in einem EM-Finale geschlagen wurde.

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