Gomez wieder nur Zweiter – Torres Torschützenkönig

Es war denkbar knapp. Am gestrigen Finalabend sah es lange so aus als würde Mario Gomez wenigstens einen Titel aus dieser Saison mit EM-Endrunde gewinnen. Doch auch dies war Deutschlands Nummer eins im Angriff nicht vergönnt. Fernando Torres zog durch den Treffer zum 3:0 (84. Min) mit Gomez nach Toren gleich, legte das 4:0 auf, zog auch hier mit Gomez gleich, benötigte dafür aber weniger Einsatzzeit und verweist den Halb-Spanier Gomez auf Platz zwei.

Mario Gomez - erneut nur Zweiter!

Es soll diese Saison wohl einfach nicht sein. Mit Bayern in Pokal, Meisterschaft und Champions-League reichte es jeweils nur zu einem zweiten Platz, bei der EM ging es nicht über das Halbfinale hinaus und auch die letzte Chance einen Titel zu erhaschen war dem sympathischen Bayern Stürmer mit den „schönen Haaren“ nicht vergönnt. Wie bereits in der Liga und in der Champions League schnappte sich auch bei der EM ein anderer, den „goldenen Schuh“ kurz vor Toreschluss und Mario Gomez ist erneut geschlagen. In der Liga war es der niederländische Stürmer Klaas Jan Huntelaar (29 Tore), in der Champions-League war Lionel Messi mit 14 Toren besser (Gomez 14) die sich die Auszeichnung des besten Schützen jeweils knapp vor Gomez schnappten. Bei der EM konnte sich beim 4:0-Kantersieg der Spanier Fernando Torres erneut in die Liste der Torschützen eintragen und zog was die erzielten Treffer angeht gleich mit Gomez. In einem solchen Fall werden die Torvorlagen herangezogen. Auch hier Gleichstand: Gomez ein Assist; Torres ebenso! Allerdings brauchte er dafür mit 188 Minuten weit weniger Einsatzzeit als sein Pendant auf der anderen Seite Mario Gomez der insgesamt 282 Min. auf dem Spielfeld verbrachte. Somit beerbt Torres, den Europameister von 2008 David Villa, der verletzt in der Heimat verweilen musste und es in der Schweiz und in Österreich zu vier Treffern brachte.
Schade, wieder reicht es nicht für den Stürmer im Dienst des FC Bayern München. Es gibt wohl in der Welt des Fußballs niemanden, der innerhalb von nur zehn Monaten gleich fünf Mal nur den zweiten Platz belegte. Immerhin diesen Rekord kann Super-Mario für sich verbuchen.

Enges Rennen bis zum Schluss um die Torjäger-Krone

Torschützenkönig F. Torres

Noch selber in der Hand hatte es auch Italiens junges und hochtalentiertes „entfant terrible“ Mario Balotelli. Nach seinen beiden Treffern mitten hinein in Deutschlands Fußballherz stand auch der Italio-Ghanae bei drei erzielten Turniertreffern. Der Stürmer der ManCity in der letzten Minute am letzten Spieltag zur englischen Meisterschaft schoss, kündigte vollmundig zwei bis vier Tore im Finale an, verpasste es aber auch nur eines zu erzielen, was dann schon gereicht hätte für die Torjäger-Kanone. Eine realistische Chance darauf hatte auch noch der neue, alte Europameister Cesc Fabregas (2 Treffer) vom FC Barca, der jedoch ebenfalls stagnierte, nicht traf und dies mit Blick auf die Einsatzzeit (315 Min.) auch gleich doppelt hätte tun müssen, damit es am Ende ausgereicht hätte.

#MannschaftNameTore / AssitsSpiele (Team) / Einsatzzeit
1. SpanienFernando Torres3 / 1188 Min. / 6
1. DeutschlandMario Gomez3 / 1 282 Min. / 5
1. RusslandAlan Dzagoev3 / -253 Min. / 3
1. KroatienMario Mandzukic3 / -270 Min. / 3
1. ItalienMario Balotelli3 / -421 Min. / 6
1. PortugalChristiano Ronaldo3 / -480 Min. / 5
2. DänemarkMichael Krohn-Dehli2 / 1270 Min. / 3
2. DänemarkNiklas Bendtner2 / 1270 Min. / 3
2. SpanienCesc Fabregas2 / 1315 / 6
2. UkraineAndriy Shevchenko2 / -191 Min. / 3
2. SchwedenZlatan Ibrahimovic2 / -270 Min. / 3
3. GriechenlandDimitrios Salpingidis2 / -307 Min. / 4
2. SpanienXabi Alonso2 / -545 Min. / 6
2. TschechienVaclav Pilar2 / -358 Min. / 4
2. TschechienPetr Jiracek2 / - 340 Min. / 4

In der Gesamtbetrachtung war es ohnehin nicht die EM der Torjäger und an der Bestmarke von Uefa-Präsident Michel Platini aus dem Jahre 1984 in Frankreich, wo er gleich neun Mal für seine Équipe traf, konnte auch nicht nur ansatzweise gerüttelt werden. 76 Tore fielen in den immerhin 31 Spielen dieser EM-Endrunde (2008/77, 2003/79). Ein Schnitt von 2,53 Toren pro Spiel. Die meisten erzielte Spanien, gefolgt vom deutschen Team, die mit zehn erzielten Treffern zwei mal weniger jubeln durften als der Europameister. Genauso wie vor vier Jahren! In gebührenden Abstand folgen die beiden Teams die es neben Spanien und Deutschland ins Halbfinale geschafft haben, Portugal und Italien mit sechs Treffern.
Spanien und Deutschland kommen so auf einen Bestwert von im Schnitt zwei Treffern pro Partie, Italien auf gerade einmal einen und am schlechtesten schnitt Irland ab, die insgesamt nur einmal einen Torerfolg bejubeln durften und was somit bei drei Spielen einen Schnitt von 0,33 Toren bedeutet.

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