Viertelfinale passé – es ruft das Halbfinale

Nun ist also auch das Viertelfinale der EM 2012 in Polen und der Ukraine Fußballgeschichte und schon folgt mit den beiden Halbfinals am Mittwoch und Donnerstag der vorletzte Akt im Kampf um Europas Fußballkrone. Für vier zusätzliche Nationalmannschaften ist die EM nach drei Wochen dann doch rechtzeitig zu Ende. Für Tschechien, Griechenland, Frankreich und England  get es zurück in die Heimat, Portugal, Deutschland, Spanien un Italien bleiben im Turnier. Diese vier im Viertelfinale siegreichen Teams dürfen weiter vom Titel träumen. Noch zwei Siege und es ist geschafft, der Traum erfüllt und eine lange Saison erfolgreich zu Ende gebracht. Für wen reicht es zum Titel? 

Noch mit in der Verlosung befinden sich ausschließlich Hochkaräter. Man kann bei den Teams die es bis ins Halbfinale geschafft haben, durchaus von Europas Fußballadel sprechen ohne damit zu übertreiben.
Darüber hinaus sind die verbliebenen Teams auch vollkommen zu Recht dort, wo sie sich jetzt befinden: Im Halbfinale um die Fußball-Europmeisterschaft 2012. Sowohl Spanien und Portugal, als auch Italien und Deutschland, wußten über die zurückliegenden drei Wochen auf dem grünen Grund zu überzeugen und haben sich das bereits Erreichte durch viel Wille, Kampf, Leidenschaft und spielerischer Klasse auch verdient.

Ein wirkliches Überraschungsteam sucht man vergeblich in der Runde der besten Vier. Letztlich haben sich spätestens im Viertelfinale, die bereits vor Beginn der EM favorisierten Teams auch durchsetzen können. Und nicht nur das, die siegreichen Mannschaften aus den Viertelfinals haben auch durch spielerische Klasse überzeugt, bzw. waren an dem jeweiligen Spieltag auch die bessere Elf.

So ging es vom Viertel- ins Halbfinale

Portugal startete gegen Tschechien mit eingen Problemen, doch spätestens im zweiten Durchgang waren die Iberer das klar spielbestimmende Team und dank eines Treffers von Christiano Ronaldo auch nach 90 Minuten der verdiente 1:0-Sieger. Tschechien enttäuschte und ein Einzug ins Halbfinale wäre in keinster Weise verdient gewesen. Hier geht es zum Spielbericht…

 

Deutschland hatte es gegen Griechenland mit dem Team zu tun, was bis dahin wohl am meisten überrascht hat bei der EM-Endrunde. In gewohnter Manier mauerte man sich ins Viertelfinale, was an sich schon einen schmeichelhaften Erfolg darstellte. Die Löw-Elf war dann aber doch mal mindestens eine Nummer zu stark, insbesondere in spielerischer Hinsicht. Griechenland hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance, lag früh in Rückstand und kann den Erfolg aus dem Jahr 2004, wo es mit identischer Defensiv-Taktik, letzlich sogar bis zum Titelgewinn reichte, nicht wiederholen. Deutschland spielte Grichenland an die Wand und hätte theoretisch noch gut ein Dutzend Treffer mehr erzielen können. Somit war dann auch der letzte Verbliebene Außenseiter der es bis ins Viertelfinale geschafft hat draußen. Hier geht es zum Spielbericht…

 

Im dritten Viertelfinale trafen mit Spanien und Frankreich zwei Favoriten auf den Titel aufeinander. Der Titelverteidiger mühte sich gegen die defensiv gut organisierten Franzosen sichtlich und hatte zu kämpfen. Das unbeschwerte Kombinationsspiel ließen die Spanier an diesem Abend zwar etwas vermissen, dafür standen sie aber auch selbst ohne den kleinsten Wackler in der eigenen Defensive. Zwei Alsonso-Treffer reichten dann auch gegen Franzosen, die ihrem Favoritenstatus, den sie vor der EM inne hatten nie wirklich gerecht werden konnte. Weder im Viertelfinale, noch zuvor in der Vorrunde. Allerdings wurde deutlich, dass auch die oft als „unschlagbare Übermannschaft“ gehandelte del Bosque-Elf, Schwächen hat. Schon in der Vorrunde wurde dies im Auftaktmatch gegen Italien (1:1) und zum Abschluss der Gruppenphase gegen Kroatien (1:0) deutlich. Hier geht es zum Spielbericht…

 

Im letzten Gruppenspiel kam es dann zu dem Highlight der ansonsten insgesamt oft eher wenig begeisterten Viertelfinalpartien. Ein Leckerbissen der so vorher nicht erwartet werden konnte. Schon die Namen versprachen einen Klassiker. England traf auf Italien um den letzten zu vegebenen Platz im Halbfinale auszuspielen. Die meisten hätten wohl ein von Taktik gepärgtes Defensivspiel ohne viele Höhepunkte erwartet, doch es kam anders. Italien suchte sein Glück in der Offensive. England führte das unansehnliche und uninspirierte Spiel aus den Vorrunden-Begegnungen fort, was immerhin zum Gruppensieg reichte. Gegen Italien sollte dies nicht so sein. Allerdings schafften es die Engländer so immerhin bis ins Elfmeterschießen, wo sich dann aber Italien den hochverdienten Sieg sichern konnte. Durch den 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen sicherte sich Italien den Platz neben Deutschland im zweiten Halbfinale und hat mit England auch das letzte im Turnier verblieben Team hinausbefördert, denen der Titel aufgrund der gezeigten Leistung im Turnierverlauf nicht zu gönnen gewesen wäre. Hier geht es zum Spielbericht…

Das gibt es im Halbfinale

Somit dürfen sich alle neutralen Fußball-Fans, -Interessierte und natürlich Anhänger der Halbfinal-Teams, auf zwei vielversprechnde Begegnungen freuen. Beide Partien sind echte Klassiker der europäischen Fußballgeschichte und darüber hinaus brisante Konstellationen.
Der Titelverteidiger Spanien trifft am Mittwoch in Donezk (20.45 Uhr live im ZDF) auf den nicht in jeder Beziehung geliebten Nachbarn von der Atlantikküste Portugal und trägt so etwas wie die iberische Regionalmeisterschaft aus, in der es um nichts geringeres geht als um den Einzug ins Finale nach Kiew. Man darf sich auf eine spannende Partie zwischen den beiden südwest-europäischen Teams freuen, in die Spanien als das favorisierte Team gehen wird.

Deutschland ist neben Spanien als der Top-Favorit in die EM gestartet und konnte dem auch zu jedem Zeitpunkt gerecht werden. Auch wenn es gegen meist extrem defensiv agierende Mannschaften ging, konnte Deutschland im Großen und Ganzen überzeugen und im Viertelfinale gegen allgemein zäh zu bespielende Griechen dann sogar begeistern. Ohne auch nur einen einzigen Punktverlust; von Beginn der Qualifikation, bis aktuell ins Halbfinale. Somit ist klar, dass die DFB-Truppe auch gegen Italien, die trotz Wettskandal und damit einhergehenden Unruhen in Vorbereitung und im gesammten Team, überzeugen konnten, womit noch nicht einmal im Lande der Tifosi auf der südlichen Seite der Alpen jemand gerechnet hätte! Verdient hat sich die Prandelli-Elf das Halbfinale allemal. Verdient ist der Einzug unter die besten vier Teams Europas. Und dies ohne Catenacco, sondern mit phasenweise frischen und begeisternden Offensivfußball. Man kann mit Spannung erwarten, wie die diesjährige Wundertüte Italien dem Favoriten aus Deutschland am Donnerstagabend in Warschau (20.45 live in der ARD) begegnen wird um ins Finale einzuziehen zu können. Deutschland hat indes mit Italien noch einige Rechnungen zu begleichen. Seit nun mehr fünf Pflichtspielpartien gelang den deutschen kein Seig mehr über den viermaligen Weltmeister Italien. Zuletzt versagten diese bei der WM 2006 im eigenen Land dem Gastgeber den Einzug ins Finale und konnte sich schließlich sogar selbst mit dem Titel schmücken. Es kann also einiges erwartet werden am Mittwochabend in der letzten in Polen und der polnischen Hauptstadt ausgetragenen EM-Endrunden-Partie.

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